Prenzlauer Berg

Renovierter Altbau am Prenzlauer Berg in Berlin
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Der Prenzlauer Berg ist einer der bekanntesten Stadtteile von Berlin. Er liegt im Bezirk Pankow und wurde im Jahre 1920 gegründet. Durch eine Verwaltungsreform im Jahr 2001, als der Prenzlauer Berg mit den Nachbarbezirken Pankow und Weissensee fusionierte, verlor er seine Eigenständigkeit. Gethsemanekirche
Insgesamt leben im Stadtteil Prenzlauer Berg fast 150'000 Menschen, was ihm den Charakter einer eigenen Grossstadt gibt. Da die Platzverhältnisse relativ beschränkt sind, gehört er zu den am dichtesten besiedelten Gegenden in ganz Deutschland. Der Stadtteil grenzt im Westen an den Berliner Bezirk Mitte, im Osten an den Bezirk Lichtenberg sowie im Süden an Friedrichshain-Kreuzberg. Im Norden schliessen sich die Stadtteile Weissensee und Pankow an.
Von einem „Berg“ in Verbindung mit dem Prenzlauer Berg zu sprechen, ist übrigens kaum angebracht. Die höchste Erhebung im ganzen Stadtteil misst gerade einmal rund 90 Meter über Meeresspiegel. Laut der Überlieferung soll diese Erhebung aus den Trümmerbergen nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sein, die aus der Innenstadt entfernt und dann an diesem Ort aufgeschüttet wurden. Durch seine äusserst dichte Besiedlung sind grössere Flächen zur Verwendung für Freizeitaktivitäten, Erholung etc. am Prenzlauer Berg sehr dünn gesät. Es gibt lediglich einige kleinere Parks, andere geographische Elemente wie etwa einen Wald oder Badesee sucht man hier vergebens.
Kommen wir zum Stadtbild: Der Prenzlauer Berg ist ein typisches Berliner Altbauviertel, der allergrösste Teil der dort befindlichen Gebäude stammt aus der Zeit der Jahrhundertwende und aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Dass auch heute noch so viele Altbauten erhalten sind ist der Tatsache zu verdanken, dass der Prenzlauer Berg im Verlauf des Zweiten Weltkrieges im Vergleich zu anderen Berliner Stadtteilen weit weniger beschädigt beziehungsweise zerstört wurde. Insgesamt stehen über 300 Gebäude im Stadtteil heute unter Denkmalschutz, für Touristen bietet sich hier eine sehenswerte Mischung aus historischem und modernen Berlin.
So stellt der Prenzlauer Berg heute das typische Berliner Stadtbild mit seiner Blockbauweise dar, bei der einige Häuserblöcke eine Grundfläche von mehr als einem Quadratkilometer umfassen. Hier gibt es auch die berühmten Berliner Hinterhöfe in grosser Anzahl, die insbesondere im Sommer durch die Anwohner sehr intensiv genutzt werden.
Mauerpark Prenzlauer Berg Nicht nur die Wohnhäuser, sondern auch viele andere Gebäude in diesem Stadtteil sind sehr sehenswert. So verfügt der Prenzlauer Berg beispielsweise über mehrere Kirchen, die bekannteste davon ist sicherlich die Gethsemanekirche in der Stargarder Strasse. Die Fassaden der den Platz dieser Kirche begrenzenden Wohnhäuser gehören zu den prächtigsten in Prenzlauer Berg. Weitere bekannte Gotteshäuser sind die Immanuelkirche an der Prenzlauer Allee, die Segenskirche (an der Schönhauser Allee) sowie die Synagoge in der Rykestrasse, welche das grösste jüdische Gotteshaus in Deutschland darstellt. Wie durch ein Wunder überlebte die Synagoge die Reichspogromnacht - einzig und allein aus dem Grund, dass sie von zahlreichen wichtigen deutschen Gebäuden direkt flankiert wurde.
Ein ganz besonders sehenswerter Ort im Stadtteil Prenzlauer Berg ist der so genannte Mauerpark. Er liegt im Westen in der Nähe des Jahn-Sportparks. Der Mauerpark ist eine Art Freilichtmuseum, das aus einem naturbelassenen Mauerstück sowie zahlreichen Informationsmöglichkeiten über die Geschichte der Teilung Deutschlands besteht. Hier lässt sich die deutsche Geschichte hautnah leben. Ein Besuch dieses Zeugnisses deutscher Geschichte sollte für jeden Berlin-Touristen obligatorisch sein.
Weitere Informationen zum Prenzlauer Berg in Berlin findest du bei Wikipedia.