Kensington Palace

Für die Anhänger der verstorbenen Kronprinzessin Lady Diana ist der Kensington Palace die vermutlich interessanteste Sehenswürdigkeit in ganz London. Schliesslich war es für die beliebte Prinzessin vom Jahre 1981 bis zu ihrem tragischen Unfalltod im Jahre 1997 der Wohnsitz.
Kensington Palace
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Doch nicht nur Lady Diana lebte in diesem luxuriösen Anwesen. Das Bauwerk verfügt über eine weit zurückreichende Geschichte und war bereits das Heim für viele englische Könige. Die Geschichte des Kensington Palace nahm im 17. Jahrhundert seinen Lauf. Zuvor handelte es sich nicht um ein Schloss, sondern um einen privaten Landbesitz. König Wilhelm III und Mary II gaben im Jahre 1689 jedoch den Auftrag, das Landhaus in ein Schloss
umzubauen. Der allseits anerkannte Architekt Sir Christopher Wren, der für seine Vielseitigkeit und seine unterschiedlichen Baustile bekannt war, wurde mit dieser Aufgabe beauftragt. Nach der Fertigstellung des Kensington Palace nahm dieses Bauwerk gleich einen hohen Stellenwert ein. Speziell in den folgenden Jahrzehnten entwickelte es sich zu einem gern gesehenen Treffpunkt für die gehobene Gesellschaft.
Kensington Palace Garden Ende des 17. Jahrhundert bis tief hinein in das 18. Jahrhundert fanden bahnbrechende Veränderungen an dem Palast statt. Die damals herrschenden Könige, George I und George II, hatten eine Leidenschaft für prunkvolle Ausstattungen und lebten diese offen aus. Die bekanntesten Architekten von ganz Grossbritannien, wie zum Beispiel William Kent, wurden damit beauftragt, aus dem Kensington Palace ein Palast der Schönheit zu machen. Noch heute ist der Prunk der damaligen Zeit zu sehen. Allen voran die prachtvollen Deckenverzierungen stellen ein optisches Highlight dar.
Obwohl die Könige Georg I und Georg II den Palast prunkvoll herrichteten, nahm er in den folgenden Jahrhunderten an Bedeutung ab. Tatsächlich waren die beiden genannten Könige die letzten, die den Kensington Palace zu ihrem Hauptwohnsitz bestimmten. Stattdessen wurde das Bauwerk eher zu dem typischen Wohnsitz für Prinzessinnen. Bezeichnend dafür ist, dass Prinzessin Victoria hier geboren wurde und lange gelebt hat. Als sie im Alter von 28 Jahren jedoch an die Macht kam, zog sie umgehend in den Buckingham Palace um.
Weil der Palast, der sich in dem Stadtteil Royal Borough of Kensington and Chelsea befindet, als Wohnsitz nicht mehr sonderlich gefragt war, wurde er zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei der Erstöffnung im Jahre 1912 lockte eine Ausstellung an einem einzigen Tag rund 13'000 Besucher an. Zwischendurch nahm der Palast wieder die Funktion eines Hauptwohnsitzes ein, speziell während der Zeit von Lady Diana, doch davon ist heutzutage nicht mehr viel zu spüren. Der Kensington Palace ist längst zu einer Attraktion für Touristen geworden, was man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Dank der Ausstellung können die Besucher in die Geschichte der Königsfamilie eintauchen. Nicht nur die ausgestellten Objekte, wie zum Beispiel die königlichen Gewänder, stellen ein Highlight dar. Die Besucher dürfen auch durch die traumhaft schöne Gartenanlage spazieren und sich dort entspannen, wo auch Lady Diana einst ihre Entspannung fand. Nachdem man hier einen kleinen Spaziergang unternommen hat, wäre ein Besuch in dem Orangerie-Restaurant zu empfehlen. Auf einer wunderschönen Terrasse darf sich der Gast die vorzüglichsten Tee-Sorten von Grossbritannien servieren lassen. Und was gibt es Schöneres, als auf der ehemaligen Terrasse von Lady Diana zu relaxen und das typisch-britische Heissgetränk zu geniessen?
Weitere Informationen zum Kensington Palace in London findest du bei Wikipedia.