Madame Tussauds London

Wachsfigurenkabinette gibt es viele. Unter anderem in Hamburg, in Berlin, in Dublin und in Paris. Doch keines erreicht auch nur annähernd den Bekanntheitsgrad des Madame Tussauds Wachsfigurenkabinetts in London. Handelt es sich doch schliesslich um die grösste Wachsfigurensammlung weltweit.
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Bei Madame Tussauds werden Sportler, Politiker, Showstars, Modeschöpfer und viele weitere berühmte Persönlichkeiten aus Wachs lebensgross nachgebildet. Jede einzelne macht einen solch lebensechten Eindruck, dass das Gefühl aufkommt, David Beckham, Muhammad Ali oder Prinz William
würde leibhaft vor einem stehen. Das Gefühl, den berühmtesten Persönlichkeiten so nahe zu kommen, und die Tradition dieses Museums machen aus dem Madame Tussauds eines der populärsten Touristenattraktionen von London.
Dass ein Wachsfigurenkabinett weltweite Popularität erlangen würde, war im Jahre 1835 längst nicht vorauszusehen. Die damals 74-jährige Marie Tussaud gründete an der Baker Street ein kleines Wachsfigurenkabinett. Weil sie 15 Jahre später verstarb, hat sie nie erfahren, welch grosse Beliebtheit ihr Kabinett erlangte. Gleichwohl musste sie aber auch nicht die Katastrophen miterleben. Zeitweise schien es nämlich wirklich so, als würde auf dem Wachsfigurenkabinett ein Fluch lasten. Das erste unerfreuliche Zwischenereignis ergab sich im Jahre 1925, als ein elektrischer Kurzschluss einen Brand verursachte. Viele Portraitfiguren wurden dabei stark beschädigt, und nicht alle konnten durch einen Nachguss gerettet werden. Es folgte eine weitere Katastrophe während des zweiten Weltkrieges im Jahre 1940. Während eines Luftangriffes der Deutschen wurden 5'000 Kopf-Gussformen sowie das angrenzende Kino zerstört. Trotz all dieser Rückschläge wurde ständig an der Erweiterung des Museums gearbeitet.
Auch die Stars der neuen Generation, wie zum Beispiel Harry Potter Darsteller Daniel Radcliffe oder Popstar Justin Timberlake, sind mittlerweile vorhanden. So wird das Madame Tussauds dem Anspruch gerecht, Besucher jeder Altersklasse anzusprechen. Und auch deutsche Persönlichkeiten, wie Angela Merkel, wurden bereits im Wachsfigurenkabinett aufgenommen.
Die Tussauds Group unternimmt eine massive Expansion und eröffnet immer mehr Wachsfigurenkabinette, so auch in Berlin und Wien, doch das Londoner Museum wird für immer das Original sein, und dessen Vielzahl an Wachsfiguren wird vermutlich keines der sonstigen Kabinette erreichen. Eben diese Tatsache macht aus dem Madame Tussauds einen wichtigen Anziehungspunkt für Touristen.
Das Museum ist mit der Bahn bequem zu erreichen, denn es befindet sich in der nahen Umgebung der U-Bahn Haltestelle Baker Street. Zudem hat es an allen Wochentagen, auch am Sonntag und an Feiertagen, geöffnet. Einzige Ausnahme stellt der 1. Weihnachtstag dar, an dem die Türen traditionell geschlossen bleiben. Ansonsten hat das Museum während der britischen Schulferien täglich von 9 bis 18 Uhr eröffnet. Ausserhalb der Schulferien liegt diese Öffnungszeit nur am Wochenende vor, und an den Wochentagen sind die Türen zwischen 9.30 Uhr und 17.30 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen zu Madame Tussauds in London findest du bei Wikipedia.