Norden von Mallorca

Cap Formentor im Norden von Mallorca
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Leuchtturm Cap Formentor Einen krassen Gegensatz zu dem von grossem Touristenströmen heimgesuchten Süden der Insel bildete heute die Costa Nord, die Nordküste der Insel Mallorca. Mit ihren teils menschenleeren Gegenden, der wilden und unberührten Natur und den malerischen Dörfern begeistert sie vor allem Besucher, die so gar nichts mit den üblichen Urlauben in einer der Hotelburgen an der Südküste anfangen können.
Den nördlichsten Zipfel der Insel bildet dabei das Cap Formentor, welches über eine knapp 20 Kilometer lange, durch schroffe Kalksteinfelsen gewundene Strasse zu erreichen ist. Den Abschluss der Strasse bildet ein im Jahre 1862 erbauter Leuchtturm, von dessen Plateau aus man bei gutem Wetter eine grandiose Sicht bis zur Nachbarinsel Menorca geniesst. Die felsige Küste erhebt sich an dieser Stelle bis zu 300 Meter über den Meeresspiegel. Viele Touristen nutzen den Ausflug zum Leuchtturm auch dazu, das nicht weit entfernt gelegene, bekannte „Hotel Formentor“ zu besuchen. Bereits im Jahre 1929 wurde dieses noble Hotel eröffnet, und noch heute dient es als Herberge für die Schönen und Reichen dieser Welt.
Grosse Hotels und Touristenanlagen sucht man im Norden von Mallorca grösstenteils vergeblich. Wer es sich leisten kann, mietet sich für seinen Urlaub eine der an der ganzen Nordküste verstreuten, meist malerisch in die Natur eingebetteten Fincas. Überhaupt hat sich der Norden der Insel auf eine deutlich zahlungskräftigere Klientel eingestellt, als es beispielsweise im Süden der Fall ist. Die meisten Hotels lassen sich als solche auf den ersten Blick gar nicht erkennen, das beste Beispiel dafür ist das erst kürzlich eröffnete „Son Brull“ - eine Nobelherberge, direkt am Golfplatz von Pollenca gelegen.
Wer gerne Wassersport betreibt, kommt ebenfalls im Norden der Insel Mallorca voll auf seine Kosten. Und damit sind an dieser Stelle nicht die üblichen Freizeit-Wassersportarten wie Bananenbootfahren oder Wasserski gemeint, sondern die etwas raueren Vergnügungen wie Segeln oder Windsurfen. Insbesondere die
Karte Norden Mallorca:
Buchten von Alcúdia und Pollenca bieten hierfür ideale Voraussetzungen, da sie zum einen die nötigen Windverhältnisse aufweisen, andererseits aber durch diverse Halbinseln schützend eingerahmt sind.
Strand Port de Pollenca Ein ganz besonderer Ausflugstipp ist der kleine Ort „Port de Pollenca“ mit seinem malerischen Hafen. Schon die weltberühmte Schriftstellerin Agatha Christie verliebte sich in diesen Ort und machte ihn zum Schauplatz einer ihrer Romane. Heute laden zahlreiche Bars, Restaurants und Boutiquen zu einem ausführlichen Bummel mit anschliessendem Kaffeetrinken ein. Auch der Strand, welcher sich dort befindet, ist schön und zu empfehlen.
Wem der Sinn nach unberührter Natur und ausgedehnten Wanderungen steht, der sollte das Tramuntana-Gebirge zum Mittelpunkt seines Aufenthaltes auf Mallorca machen. Hier gibt es unzählige Wanderwege mit teils atemberaubenden Aussichtspunkten. Kulturell Interessierte sollten in diesem Zusammenhang unbedingt den Klosterberg „Puig de Maria“ sowie die Burgruine „Castell del Rei“ mit in ihre Route aufnehmen. Auch der Naturpark „S`Albufera“ ist einen Besuch wert, bekannt ist er vor Strassenbahn in Sóller auf Mallorca allem für seine unzähligen, teils exotischen Vogelarten. Und im Tramuntana-Gebirge befindet sich auch das vielleicht bekannteste Bergdorf von Mallorca, die idyllische Ortschaft Valldemossa, welche auf jeden Fall einen Abstecher wert ist. Unweit davon liegt in den Bergen das Städtchen Sóller. Der Kern des Örtchens liegt ungefähr 3 Kilometer im Landesinnern von der Küste entfernt. Die Gemeinde Sóller ist gross, sie verfügt über einen weiteren Ortsteil namens „Port de Sóller“, welcher direkten am Meer liegt. Palma, die Hauptstadt von Mallorca, liegt ungefähr 34 Kilometer entfernt von Sóller. Zwischen Sóller und Port de Sóller fährt übrigens eine bei den Touristen sehr beliebte Strassenbahn. Eine solche Fahrt kann sehr empfohlen werden.