Westen von Mallorca

Hafen Port Andratx im Westen von Mallorca
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Strand Peguera Obwohl sich im Westen Mallorcas einige der ältesten Badeorte der Insel befinden, ist der Nord-Westen touristisch nur wenig geprägt. Diese Region zeichnet sich vielmehr durch überwiegend unberührte Natur, kleine, romantische Bergdörfer und ideale Möglichkeiten für Wanderer und Radfahrer aus. Zentrales Element im Westen Mallorcas ist der etwa 20 km breite Gebirgszug namens Serra de Tramuntana. Er sorgt dafür, dass sich in dieser Region der Insel Höhenunterschiede von rund 1'500 Meter ergeben. Hier befindet sich auch der höchste Berg Mallorcas, der Puig Major. Als Ort für einen Badeurlaub empfiehlt sich der Nordwesten Mallorcas eher weniger, dafür kommen hier alle Naturfans voll auf ihre Kosten. Egal ob Wanderer, Mountainbiker, Motorradfahrer oder Cabrio-Fan - eine Tour durch den reizvollen Westen der Insel sollte niemand versäumen. Trotz ihres ursprünglichen Charakters ist die Gegend verkehrstechnisch sehr gut erschlossen, wunderschönen motorisierten Touren steht also nichts im Wege. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Mallorca findet man in dieser Region, das Bergdorf Valldemossa, welchem unbedingt ein Besuch abgestattet werden muss.
Schauen wir uns doch einmal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in dieser Region Mallorcas etwas näher an. Der bekannteste Ort im Südwesten der Insel dürfte Andratx bzw. Port Andratx sein. Insbesondere Letzterer - also der Hafen des Ortes - wird von vielen Menschen als der schönste Hafen des gesamten Mittelmeeres bezeichnet. Wer hier seine Unterkunft buchen möchte, muss allerdings mit horrenden Preisen rechnen, der Ort
Karte Westen Mallorca:
gehört zu den teuersten auf der ganzen Insel. Der Bauboom hat allerdings auch hier den letzten Jahren zugeschlagen, heute erinnert Andratx etwas an eine verkleinerte Version von Monaco. Die Hügel rund um den Ort wurden in den letzten Jahren fast vollständig mit luxuriösen Hotels und Wohnanlagen zugebaut, so dass dort heute kaum noch ein Fleckchen freie Natur zu sehen ist. Um das dadurch angezogene, zahlungskräftige Publikum mit allen Notwendigkeiten zu versorgen, haben sich inzwischen rund um den Hafen zahlreiche Yachtclubs, Edelboutiquen und Golfclubs angesiedelt. Aus diesem Grund ist Port Andratx heute sicherlich nicht mehr jedermanns Sache, ein Ausflug dorthin wird sich jedoch für Besucher lohnen.
Ein bei den Touristen sehr beliebter Ort ist Peguera. Kein Wunder, haben die Stadtverantwortlichen in den letzten Jahren doch viel für ihre Besucher getan. So wurde zum Beispiel der Strand Playa Palmira mit viel Sand aufgeschüttet, damit die Urlauber an einem breiten Sandstrand die Sonne und das Meer geniessen können. Eine tolle Strandpromenade verbindet die Play Palmira mit den beiden anderen Stränden Playa Tora und Playa La Romana. Das Baden ist hier insbesondere für Kinder geeignet, weil alle 3 Strände sehr flach ins Meer abfallen. Die ideale Voraussetzung für ein gefahrloses Baden und Plantschen.
Santa Ponsa - Santa Ponça Etwa 20 Kilometer von Palma de Mallorca befindet sich der Küstenort Santa Ponça (in Kastilisch auch Santa Ponsa genannt). Es gibt hier einen etwas kleineren Sandstrand als im Nachbarort Peguera. Von einer Strasse getrennt, befinden sich Restaurants, Eisdielen, Cafes und die unvermeidlichen Souvenierläden entlang des Strandes. Wem die Ortschaft Santa Ponça irgendwie bekannt vorkommt: Genau! Die mehr oder weniger vom TV bekannte Daniela Katzenberger hat hier ein Cafe. Der Prominenz nicht genug, in der Nähe hat auch Jürgen Drews ein Bistro, natürlich mit dem Namen "Der König von Mallorca". Für Besucher, welche der Prominenz weniger angetan sind, dem sei der vom Zentrum nur wenige Minuten entfernte malerisch gelegene Yachthafen empfohlen.
Wer das ursprüngliche Mallorca von seiner schönsten Seite erleben möchte, der sollte einen Ausflug in das kleine, romantische Bergdorf Galilea machen. Hier gibt es zwar keine Edelboutiquen, noble Cafés und teure Jachten zu bestaunen, dafür entzückt das kleine Dorf mit seinem ursprünglichen, verschlafenen Charme. Schon die Fahrt zum Dorf erweist sich als echte Sightseeing-Tour, schliesslich führt die Straße in unendlichen Serpentinen an steilen Hängen entlang, durch dichte Kiefernwälder und an ausgedehnten Plantagen mit Olivenbäumen vorbei. Das Dorf selbst hat lediglich circa 800 Einwohner, es besteht aus dem alten Dorfkern, bei dem sich alle Häuser um die kleine Kirche versammeln, sowie zahlreichen Fincas und Hotels, die malerisch in die Hänge der umgebenden Berge eingebettet sind.
Besucher sollten ihr Auto am Ortsrand stehen lassen und einen ausgedehnten Spaziergang durch das Dorf und die angrenzenden Hänge machen. Wer danach müde ist, kann sich im kleinen Café direkt neben der Kirche niederlassen und dort in Ruhe einen Kaffee trinken oder ein Eis essen. Unweit des Ortes befindet sich übrigens ein ausgedehntes Naturschutzgebiet, das auch Touristen auf den vorgeschriebenen Wegen durchwandern können. Wer ein Fünkchen Sinn für eine schöne Natur hat, der wird hier voll auf seine Kosten kommen.