Grand Central Station - Grand Central Terminal

Grand Central Station
© Stuart Monk - Fotolia.com
Der sicherlich bekannteste Bahnhof in New York ist das Grand Central Terminal, das im Volksmund aber immer noch oft „Grand Central Station“ genannt wird. Es befindet sich mitten in Manhattan an der Ecke der 42. Strasse / Park Avenue. Grand Central Terminal
Bereits seit 1871 befinden sich an dieser Stelle Bahnhofsgebäude, wobei das aktuelle Grand Central Terminal insgesamt das dritte Gebäude an diesem Ort ist. Bleiben wir noch etwas bei der Geschichte dieses faszinierenden Bahnhofs. Das erste Grand Central Gebäude namens Grand Central Depot wurde im besagten Jahr 1871 fertig gestellt. Es diente als Bahnhof für vier verschiedene Bahngesellschaften, deren Züge in diesem Sackbahnhof enden sollten. Damals wurde das Bahnhofsgebäude in sehr moderner Form angelegt, es wartete beispielsweise mit zu dieser Zeit in den USA unüblichen Neuheiten wie ebenerdige Einstiege in die Züge sowie komplett überdachten Gleisanlagen auf.
Die erste Neuerung ergab sich dann in den Jahren 1899 bis 1900. Teile des alten Gebäudes wurden abgerissen und dieses um drei Stockwerke aufgestockt. Auch die Fassade gestaltete man völlig neu, so dass das Gebäude bis auf die eigentliche Gleishalle quasi als Neubau betrachtet werden konnte. Blieb die Gleishalle noch unverändert, nahm man an den Gleisen selbst einige Veränderungen vor. Man verkürzte sie und gestaltete das komplette Gleisfeld um, um zukünftig die bis dahin oft aufgetretenen Stauungen und die langen Umlaufzeiten zu verkürzen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Grand Central Depot in Grand Central Station umbenannt. Dieser Name bürgerte sich so sehr bei den New Yorker Einwohnern ein, dass er bis heute verwendet wird. Grand Central Station Clock
Doch der Neuaufbau des Gebäudes sollte nicht für lange währen. Durch die unglaublich grosse Frequentierung des Bahnhofs wurden bereits rund drei Jahre nach der Modernisierung wieder erste Änderungsmassnahmen notwendig. Diese zogen sich anschliessend über zehn Jahre bis ins Jahr 1913 hin. In diesem Zeitraum wurden immer wieder einzelne Abschnitte des Gebäudes abgerissen und komplett neu aufgebaut. Auch der Stil der Fassade und der Inneneinrichtung wurde damals an den Zeitgeschmack angepasst und entstand im Jugendstil neu. Eine weitere wichtige Änderung, die in diesem Zeitraum eingeführt wurde, ist die Elektrifizierung einzelner Eisenbahnlinien, damit auch moderne Züge weiterhin in den Bahnhof einfahren konnten. Der Name des Bahnhofs wurde während dieser Bauarbeiten wieder einmal umbenannt, diesmal von „Grand Central Station“ in „Grand Central Terminal“. Der neue Name konnte sich allerdings bis heute nicht richtig durchsetzen.
Seit diesem schrittweisen Neuaufbau hat sich das Bahnhofsgebäude nur noch marginal verändert. Viel veränderte sich allerdings an der Frequentierung des Bahnhofs. Endeten früher nahezu alle Fernverkehrszüge am Grand Central Bahnhof, wurden diese nach und nach durch neue Zufahrtsstrecken zu anderen Bahnhöfen in New York abgezogen, so dass seit Anfang der 1990er-Jahre lediglich noch Regional- und Nahverkehrszüge das Grand Central Terminal anfahren. In diesem Zusammenhang wurden bereits Pläne erstellt, den Bahnhof komplett zu schliessen und das Bahnhofsgebäude abzureissen. Ein Grund dafür ist, dass das Grundstück, auf dem der Bahnhof errichtet ist, durch seine Lage ein Vielfaches vom darauf befindlichen Gebäude wert ist. Das oberste US-Gericht untersagte jedoch dieses Vorhaben, so dass der Bahnhof auch ohne Fernverkehr weiterhin bestehen blieb. Heute wird das Grand Central Terminal von bis zu 500'000 Menschen täglich frequentiert und ist dadurch das meistbesuchte Gebäude in ganz New York.
Für Touristen sollte ein Besuch des Grand Central Terminals unbedingt dazugehören, insbesondere die grosse Haupthalle beeindruckt mit ihrer grandiosen Deckenbemalung, die an einen Sternenhimmel erinnert. Mit 44 Bahnsteigen und 67 Gleisen gilt der Bahnhof immer noch als der grösste der Welt.
Weitere Informationen zur Grand Central Station in New York findest du bei Wikipedia.