Katakomben von Paris - Les Catacombes de Paris

Ein Ausflug, der vielleicht nicht nach jedermanns Gechmack ist, führt in die Katakomben von Paris (französisch 'Les Catacombes de Paris' genannt). Wenn man auf der Suche nach etwas Abenteuer ist, kann sich ein Ausflug aber durchaus lohnen, allerdings sollte man vorher wissen, dass man hier die Gräber vieler Menschen findet und die Skelette oder besser gesagt das, was noch davon übrig ist, bei einem Rundgang sehen kann.
Katakomben Paris
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In den Katakomben von Paris wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts zahlreiche Menschen hier zur letzten Ruhe gebettet. Allerdings unterscheidet sich ein Grab hier in vielen Punkten von einer Ruhestätte auf dem Friedhof. Da es gegen Ende des 18. Jahrhunderts verstärkt zum Ausbruch von Seuchen kam und es in Paris erhebliche Platzprobleme gab, wurden die ursprünglich als unterirdische Steinbrüche genutzten Wege kurzer Hand zu Beinhaus und Grabstätte vieler Pariser Bürger. Damit sich die Seuchen zur damaligen Zeit nicht weiter verbreiten konnten, weil das Trinkwasser verschmutzt war und man die Menschen nicht einfach in den Strassen von Paris liegen lassen konnte, wurden die Steinbrüche umfunktioniert.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Katakomben von Paris sogar vom Widerstand genutzt, um sich durch die Tunnel und Röhren unentdeckt zum deutschen Feind begeben zu können. Heute nutzt auch die Pariser Metro einige Teile der Katakomben von Paris für ihre Zwecke. Geöffnet ist diese makabere Sehenswürdigkeit täglich ab 10 Uhr. Allerdings kann man nicht die kompletten 300 km des unterirdischen Ganges besichtigen, denn für Besucher wurden lediglich 2 Km freigegeben. Um die Katakomben von Paris besichtigen zu können, muss man zunächst 130 Stufen hinab in das Reich der Toten steigen. Man sollte sich darauf einstellen, dass hier unter der Erde immer 14 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen.
Je nachdem wie man das möchte, kann man entweder alleine das Tunnelsystem erkunden oder eine geführte Tour machen. Wenn man sich dazu entschliesst, die Katakomben von Paris alleine zu besichtigen, sollte man dafür mindestens 45 Minuten einplanen. Verlaufen kann man sich hier eigentlich nicht, denn die vielen Abzweigungen sind gesperrt, ausserdem findet man in den Katakomben in regelmässigen Abständen Personal, das einem mit Rat und Informationen zur Verfügung steht. Darüber hinaus wurden die Gänge für Besucher mit Pfeilen gekennzeichnet.
Höchstens 200 Personen werden gleichzeitig in die Katakomben von Paris gelassen. Eingelassen wird man nur dann, wenn man mindestens 14 Jahre alt oder in Begleitung eines Erwachsenen ist. Wer unter Platzangst leidet, einen Herzschrittmacher oder starkes Übergewicht hat, sollte sich diese Sehenswürdigkeit nicht ansehen, denn der Abstieg als auch der Aufstieg sind sehr anstrengend. Damit keine Knochen oder andere Dinge aus den Katakomben von Paris entfernt werden, findet am Ausgang immer eine Taschenkontrolle statt. Besucher sollten sich auf lange Wartezeiten einstellen, denn diese Sehenswürdigkeit ist bei Touristen sehr beliebt, so dass Warteschlangen von 50 m keine Seltenheit sind.
Weitere Informationen zu den Katakomben von Paris findest du bei Wikipedia.