Place de la Concorde Paris

Die Place de la Concorde, übersetzt "Platz der Eintracht", ist eines der wichtigsten Denkmäler von Paris. Im Zentrum der Stadt der Liebe soll die Place de la Concorde heute zum Gedenken an den Frieden im Österreichischen Erbfolgekrieg von 1748 anregen. Allerdings hat diese Sehenswürdigkeit, von wo aus die Avenue des Champs-Élysées zum Arc de Triomphe führt, eine lange Geschichte hinter sich. Heute noch kommen Menschen, um den grössten Platz in Paris und den zweitgrössten in Frankreich zu sehen.
Place de la Concorde Paris
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Fontaine des Mers Obelisk von Luxor - Obélisque place de la concorde Erbaut wurde die Place de la Concorde mit all ihren Besonderheiten zwischen den Jahren 1755 und 1775 durch Jacques-Ange-Gabriel. Eigentlich wurde dieser Platz damals zu Ehren von König Ludwig XV. geschaffen und auch so benannt ("Königlicher Platz" oder "Place Royal"). Während der Französischen Revolution wurde die dort errichtete Reiterstatue, die Ludwig XV. darstellte, allerdings umgeworfen und zerstört. Man entschied sich dazu, die Place de la Concorde 1792 in Place de la Révolution umzubenennen. Nur ein Jahr später stellte man an dieser heute so bedeutenden Sehenswürdigkeit von Paris die Guillotine auf. Insgesamt liessen hier 1'119 Menschen ihr Leben, darunter auch König Ludwig XVI. und Königin Marie Antoinette. Weitere bekannte Personen, welche Geschichte und Gesellschaft von Paris beeinflusst haben, wurden ebenfalls öffentlich auf dem heutigen Place de la Concorde hingerichtet, so zum Beispiel Robespierre und Danton.
Als dann das Ende der Herrschaft der Jakobiner angelangt war, benannte man diesen Platz 1795 in Place de la Concorde um. Seinen endgültigen Namen bekam diese Sehenswürdigkeit aber erst nach der Julirevolution 1830, denn im Laufe der Jahrzehnte wurde dieser Ort immer wieder nach den Machtverhältnissen benannt. Wegen der Geschichtsträchtigkeit dieses Platzes findet hier der jährlich wiederkehrende französische Nationalfeiertag am 14. Juli statt.
Place de la Concorde Paris bei Tag Zu sehen gibt es auf der Place de la Concorde viel. Das Wahrzeichen dieses Platzes ist aber der Obelisk von Luxor, der das Zentrum der Place de la Concorde bildet. Aufgestellt wurde der Obelisk 1836, nachdem Frankreich ihn als Geschenk vom ägyptischen Vizekönig Muhammad Ali bekommen hatte. Grund des Geschenks war, dass der ägyptische Herrscher die Leistungen von Jean-François Champollion anerkannte und würdigen wollte. Entworfen wurde der Obelisk auf der Place de la Concorde vom Architekten und Stadtplaner Jakob Ignaz Hittorff. Im Jahre 1998 wurde dieses Denkmal noch verschönert, als der Mode-Unternehmer Pierre Bergé ein 3.6 m hohes Pyramidion aus vergoldeter Bronze anfertigen und aufstellen liess.
Doch der Obelisk ist nicht das einzige, das man auf diesem denkwürdigen Platz bestaunen kann. Bei einem Besuch sollte man auch einen Blick auf die acht Stadtallegorien werden. Diese stammen ebenfalls vom Architekten Hittorff, der zwei Brunnen und acht Frauenstatuen aus Stein, welche die Allegorien von französischen Städten darstellen, entwarf. Dargestellt werden die Städte Bordeaux, Lille, Brest, Rouen, sowie Lyon, Marseille, Nantes und Strassburg.
Bei einem Bummel über die Place de la Concorde wird man auch an der Brunnenanlage nicht vorbeikommen (Fontaine des Mers genannt). Durch eine Meeres- und eine Fluss-Fontäne wird dieser Platz auch dem Geist der französischen Schifffahrt gewidmet. Man muss die Place de la Concorde aber nicht so schnell wieder verlassen, denn hier gibt es auch eine Hotelanlage, in der man mitten im Herzen von Paris übernachten kann.
Weitere Informationen zum Place de la Concorde in Paris findest du bei Wikipedia.